Kaktusfeigen

Kaktusfeigen sind zwar keine Zutat für die Tajine (zumindest nicht dass wir wüssten), aber für uns gehören sie einfach zu Marokko und deshalb sind sie hier mit aufgelistet.

Kaktusfeigen sind die Früchte einer Kaktuspflanze und für die Menschen in trockenen Regionen eine gute Erfrischungsquelle.

Wie schmeckt die Kaktusfeige?

Um das herauszufinden, muss man zuerst mal an der mit Stacheln gespickten, ungenießbaren Schale vorbei. Dafür gibt es verschiedene Techniken. Wenn man noch keine Übung darin hat, trägt man beim Schälen am besten Handschuhe.

Hat man die Schale entfernt, offenbart sich im Innern die Frucht.
Das Fruchtfleisch ist saftig und schmeckt süß-säuerlich. Ein wenig vergleichbar mit einer Melone oder auch einer Feige.

Kaktusfeigen in Marokko
Kaktusfeigen in Marokko
Kaktusfeige
Reife Kaktusfrucht

Kaktusfeigen sind aber nicht jedermanns Geschmack, da sie voll mit kleinen Samenkernen sind, die mitgegessen werden.

Wo kriegt man Kaktusfeigen her?

Wir essen sie immer, wenn wir in Marokko sind. Die auf den Fotos wachsen im Garten unserer Famile.

Hier in Mitteleuropa sind sie nicht so häufig zu finden. Aber hin und wieder stöbern wir im orientalischen Gemüseladen schon mal welche auf.

Wenn man Kaktusfrüchte auswählt, am besten darauf achten, dass sie reif, also weich und saftig aussehen. Früchte mit harter Schale wurden zu früh geerntet und reifen erfahrungsgemäß nicht mehr nach.

Wozu werden Kaktusfrüchte verwendet?

  • Zuerst einmal kann man die reifen Früchte natürlich einfach schälen und pur essen.
  • Kaktusfeigensaft ist super als Erfrischungsgetränk* geeignet.
  • Getrocknet findet man sie zum Beispiel als Kaktusfeigen-Chips oder in Tees.
  • Auch die Blüten der Kaktusfeigen werden getrocknet und zu Kaktusblüten-Tee* verarbeitet.
  • Aus den Kernen wird Kaktusfeigenkernöl gewonnen, das für kosmetische Anwendungen Verwendung findet.

 

 

Feigenkaktus im eigenen Garten

Wer gefallen an den Früchten findet, kann sich sogar einen eigenen Kaktus für zu Hause ziehen.

Hier* werden Samen für Feigenkakteen angeboten, die nach Angaben der Anbieter winterhart sind und an geschützten Standorten sogar draußen überwintern können. Jedoch ist dafür ein grüner Daumen gefragt, da die Aufzucht etwas anspruchsvoller ist, als man es von anderen Gartenpflanzen kennt.