Harissa Gewürz – Alles über Harissa

Harissa Gewürz ist eine sehr scharfe Würzpaste aus dem nordafrikanischen Raum, deren Hauptbestandteil rote Chilischoten sind. Sie wird besonders in Marokko, wo sie auch als Sahka bekannt ist, sowie in Tunesien und Algerien verwendet.

Harissa Gewürz gibt es als Würzpaste und auch als Gewürzmischung in Pulverform bzw. geschrotet zu kaufen. Wobei man die Gewürzmischung auch nutzen kann, um eine Paste daraus herzustellen.

Was ist drin in der Harissa Paste?

Die genaue Zusammensetzung der Würzpaste variiert von Region zu Region. Zu den Hauptbestandteilen gehören jedoch meist

Chilischoten, Kreuzkümmel (Kumin), Koriander, Knoblauch und Olivenöl.

Dazu kommen je nach Rezept noch weitere Zutaten wie Paprika, Cayennepfeffer, Tomaten, Salz, Zitronensaft, Essig oder frische Minze dazu. Auch Rezepte bei denen Rosenwasser oder Rosenblüten hinzugefügt werden findet man manchmal.

Der tunesischen Variante wird nachgesagt besonders scharf und feurig zu sein, da sie einen besonders hohen Anteil an Chilischoten enthält.


Harissa kaufen

Wo kann man Harissa kaufen?

  • in marokkanischen und arabischen Lebensmittelläden
  • in manchen größeren Supermärkten (wir haben es beispielsweise schon bei Rewe und Edeka gesehen)
  • hin und wieder bei orientalischen Aktionswochen von Discountern
  • online, wo es eine große Auswahl verschiedener Anbieter gibt

Harissa Gewürz Pulver

Harissa Paste kaufen (im Glas)

 

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Grundsätzlich empfehlen wir, darauf zu achten, dass keine Geschmacksverstärker (wie bspw. Glutamat, Hefeextrakt, …) oder künstliche Farbstoffe enthalten sind.

Infos zum Harissa kaufenEinige Gewürzmischungen und fertige Pasten enthalten Salz. Da Salz auch als günstiger Füllstoff eingesetzt wird, sollte man das zumindest beim Preisvergleich berücksichtigen. Salz hat schließlich jeder zu Hause und kann bei Bedarf je nach individuellem Geschmack zu den Gerichten hinzugefügt werden.


Harissa selbst machen

Wenn man im Spätsommer viele Chilis im Garten hat, ist das eine gute Möglichkeit diese zu verarbeiten und haltbar zu machen.

Bei Selbstmachen kann man die Schärfe der Paste mildern, indem man einen Teil der Chilis durch rote Paprika ersetzt. Außerdem kann man sehr gut mit den Zutaten herumprobieren und so seine eigene Variante entwickeln (z.B. ohne Knoblauch, was man sonst im Handel nicht so einfach findet).

Rezepte zum Selbermachen findet man einige im Netz. Zum Beispiel hier.

Auch aus getrockneten Chilischoten kann man die Paste selbst herstellen, wie das folgende Video zeigt:

Videoquelle: Allrecipes AU | NZ – veröffentlicht bei youtube.com

 

Das selbstgemachte Harissa Gewürz lässt sich gut in kleinen Gläsern mit Deckel aufbewahren. Dabei die Gläser nicht bis ganz oben füllen, sondern etwas Platz lassen. So kann man als abschließende Schicht noch etwas Olivenöl auf den Inhalt geben. Das hilft zusätzlich beim Konservieren.

 


Grüne Harissa

Rote und grüne Harissa (Chilipaste)
Grüne und rote Chilipaste

Neben der geläufigen roten Chilipaste gibt es auch grüne Harissa.

Die Zutaten sind in der Regel die gleichen, nur dass wie es der Name schon sagt, grüne Chilis anstatt der roten verwendet werden. Damit es milder wird, kann man beim selber machen einen Teil grüne Paprika mit dazu nehmen.

Dieses Rezept für grüne Harissa basiert sogar überwiegend auf grünen Paprikas und enthält nur einen kleinen Anteil an Chilischoten.

Auch die grüne Harissa gibt es fertig im Glas zu kaufen:


Harissa Verwendung

Kebab-Spieße mit Harissa
Kebab-Spieße mit Harissa

Hier einige Beispiele wofür die Gewürzpaste bzw. das Pulver verwendet wird:

  • zum Würzen von Couscous oder Reisgerichten
  • als Marinade, insbesondere für Fisch, Hähnchen und Lamm
  • zum Marinieren von Grillkäse, Fetakäse und Tofu
  • als Dip (z.B. mit Joghurt, Datteln oder Oliven) für Gemüse, Fisch und Fleisch
  • zu Kebab-Fleischspießen
  • für Merguez (scharf gewürzte Bratwurst)
  • zum Aufpeppen von Suppen und Soßen
  • für feurige Pfannengerichte
  • zu Pasta-Gerichten
  • als Brotaufstrich
  • mit Fladenbrot, Brot oder Bruschetta, Oliven oder Olivenöl als Vorspeise

Ausgewählte Rezepte mit Harissa Gewürz

  1. Pikante Gemüsesuppe aus Tunesien
  2. Marokkanisches Rindfleischgericht mit Dörrobst
  3. Dip mit Harissa, Joghurt und Zitronensaft (passt gut zu Gegrilltem)
  4. Feta-Creme als Dip zu Gemüse oder Crackern
  5. Coucoussalat mit Granatapfel nach Alfons Schuhbeck
  6. Pita-Brot mit würziger Füllung

 

 


Häufige Fragen

Wie kann man Harissa ersetzen?

Wer spontan ein Gericht mit Harissa zubereiten möchte, aber weder die scharfe Paste noch die Zutaten zum Selbermachen zu Hause hat, kann sie notfalls auch ersetzen. Ganz das gleiche Geschmacksergebnis erreicht man damit nicht, aber es gibt ein paar ähnliche Alternativen, die sich zumindest annähernd als Harrisa Ersatz eignen:

  • Sambal Olek ist ebenfalls eine scharfe Chilipaste. Wem es hauptsächlich um die Schärfe geht, für den kann Sambal ein brauchbarer Ersatz sein.
  • Wer den typischen Harissa Geschmack nachahmen möchte, der kann Chiliflocken verwenden, zusammen mit etwas Knoblauch sowie Koriander und Kreuzkümmel Gewürzpulver.

Wie schmeckt Harissa?

Im Gegensatz zu Ajvar, das vor allem nach Paprika schmeckt, kann man bei Harissapaste gut den sehr den hohen Anteil an Chilis herausschmecken. Außerdem enthält die Würzpaste meist noch Koriander, Kreuzkümmel und Knoblauch – eine Kombination, die den Geschmack so einzigartig macht.

Wie lange ist Harissa haltbar?

Im Bezug auf die Haltbarkeit sollte man sich in erster Linie nach den Angaben des Herstellers auf der Verpackung richten.

Ein geöffnetes Glas sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden. Entnehmen sollte man die Gewürzpaste immer mit einem sauberen Löffel, da der Rest sonst schneller verderben kann. Erfahrungsgemäß ist die Gewürzpaste im Kühlschrank leicht zwei bis drei Monate, wenn nicht sogar länger, haltbar.

Die Pulvervariante des Gewürzes sollte trocken und kühl an einem dunkeln Ort aufbewahrt werden. So hält sie am längsten.

Harissa als Brei?

Der Name der Gewürzpaste kann manchmal für Verwirrug sorgen. Denn es gibt im arabischen Raum auch ein Gericht namens Harissa. Dahinter verbirgt sich allerdings etwas ganz anderes. Es handelt sich dabei nämlich um einen porridgeartigen Brei.


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